Memo Palace

Hallo liebe Leser,

Memo-Palace habe ich von der Spielmesse 2017 mitgebracht und ausprobiert. Man sollte sich gut Geschichten merken und ausdenken können und dabei Paare suchen, also Memory mögen. Der Reihe nach.

Zuerst wird der Palast aus 16 Teilen gebaut, was angenehm ist der Palast kann immer wieder anders zusammen gesetzt werden. Ja und dann geht es auch schon los. Bis zu 25 verschiedene Tiere können mit ins Spiel gebracht werden. Jetzt überlegt sich der Spieler der gerade dran ist eine Geschichte zum Beispiel zum Stachelschwein “ es schläft gerne in einer Truhe“ und wird umgedreht ins Schlafzimmer des Palastes gelegt. Wenn alle Tiere entsprechend im Spiel sind, kommt der zweite Stapel mit den Päarchenkarten ins Spiel. Umgedreht liegen sie da. Wer jetzt das Stachelschwein zieht, darf sich erst die passende Karte nehmen wenn er im Schlafzimmer die Karte richtig umdreht wo das Stachelschwein drauf ist und sagen kann“ es schläft gerne in einer Truhe“. Wer die meisten Paare gesammelt hat ist der Gewinner des Spiels. Selbstverständlich darf das Spiel auch nach eigenen Regeln gespielt werden.

Das Spiel weckt unsere Fantasie, stärkt die eigene Vorstellungskraft, bietet Sprechanlässe und die Merkfähigkeit wird auf die Probe gestellt. Es macht Spaß und ja ich geb es zu, die Merkfähigkeit von den Kindern ist besser als meine :-).

  • Kurzdaten: Memo-Palace hergestellt von Piatnik. Die Firma hat Ihren Sitz in Wien
  • ab fünf Jahre
  • zwei bis vier Spieler
  • Spielinhalt: 16 Palastteile, 50 Tierplättchen, 3 Memomonsterplättchen, 1 Spielanleitung

 

 

 

Vorlesen/Lesen mit und für Kinder

Vorlesen, Bilder entdecken, Geschichten ausdenken ist eine wunderbare Familienzeit

Geschichten lesen, sich Geschichten ausdenken und frei erzählen, die Bilder eines Buches betrachten. Dabei auf dem Lieblingsplatz kuschelnd beieinander sein, das ist Nähe und Geborgenheit pur.

Bei der Auswahl der Bücher, seien Sie mutig, lassen Sie sich inspirieren … von ihren Kindern. Wenn Sie so ein Gefühl dafür bekommen wollen, welche Bücher Ihre Kinder anspricht, gehen Sie in eine Kinderbibliothek  (0 bis 12 Jahre). Etwas Zeit mitbringen und auf geht’s zum Stöbern. Seien Sie aufmerksam, wie ihr Kind/Kinder auf die Bücher reagieren. Mal zeigt es Interesse an den Bildern, mal findet es Gefallen an dem was sie auszugsweise vorlesen. Einfach ausprobieren. Nicht traurig sein, wenn Ihr Kind kein Interesse zeigt an Büchern die Ihnen Ihre beste Freundin empfohlen hat oder die als pädagogisch besonders wertvoll gelten. Das ist einfach so.

Denken Sie daran was Ihnen gefallen hat an Büchern als Sie Kind waren. Versuchen Sie es mit diesen, Sie merken recht schnell ob Ihr Kind es mag oder kein Interesse hat.

Sich selber Geschichten ausdenken, dazu kann jeder Gegenstand genommen werden. Eine Blume am Wegesrand, das Lieblingskuscheltier, oder zwei Spinnen wie ich es erlebt hatte vor vielen Jahren mit meiner Nichte: „Der Tag war lang, wir langen abends auf dem Bett ganz nah bei einander. Die Wärme meiner Nichte gab mir die Ruhe zurück, die mir am Tage verloren gegangen war. Ihre kleinen Finger gingen auf und ab und plötzlich zeigte sie auf etwas. Oh was war das? Ich schaute und sie lachte, weil ich meine Augen weit aufmachte und mit meinen Händen ein Fernglas formte um besser sehen zu können. Mh… endlich hatte ich es entdeckt, dort saßen zwei Spinnen, sie liefen aufgeregt hin und her. Ich begann unsere Fantasiegeschichte zu erzählen.“

Freuen Sie sich wenn es Ihnen, Verwandten oder Bekannten aus der Familie gelingt, Ihrem Kind Bücher, Bilder, Fantasie näher

zu bringen. Genießen Sie die gemeinsame Zeit.

Ein paar Empfehlungen für die Erwachsenen:

  • Erwachsene lassen sich nicht stören (z.B. kein Telefonate, keine Gespräche mit dem Partner)
  • Nur Ihr und Euer Kind, dass Ihr Kind spürt es wird ernst genommen – ich bin wichtig –
  • Lesen als Ritual, z.B. die Gute Nacht Geschichte am Abend
  • Beim Vorlesen oder erzählen der Geschichte mit der eignen Stimme spielen, sie klanglich verändern, rhythmisch und betont sprechen
  • die Bücherempfehlungen „Mädchenbücher“, „Jungenbücher“ ignorieren, gelesen wird was gefällt
  • das Vorlesen nicht an Bedingungen knüpfen

Was kann ich vom Kind erwarten:

  • Kinder bis etwa 2 Jahre, kurze Vorlesezeit ca. 5 bis 10 min, das Zuhören entwickelt sich erst nach und nach
  • Es gibt geduldige Kinder die von Anfang an zuhören, es gibt Kinder die nach kurzer Zeit des Zuhören weglaufen, herum springen und dann zum Buch zurück kehren und es kann weiter vorgelesen werden

Der wissenschaftliche Aspekt:

  • Anregung von Phantasie und Kreativität
  • Förderung der sozial-kommunikativen, sprachlichen und geistigen Fähigkeiten

Kinder und Zeit

Kinder und Zeit – Erwachsene und Zeit,

ein kleiner Einblick warum sie unterschiedlich empfunden werden

Die Szene morgens; „in 5 Minuten müssen wir los, wir müssen 7 Uhr in der Kita sein, sind eh schon spät dran“ kennt wahrscheinlich Jeder, der Mama oder Papa ist, und mit kleinen Kindern zusammen lebt. Ihre Kleinen werden deswegen nicht schneller, sondern trödeln noch mehr, nörgeln oder zeigen Reaktionen, die unverständlich wirken. Eltern stellen sich manchmal die Frage ob Ihr Kind das absichtlich macht.

Die Antwort ist Nein.

Was steckt dahinter?Kinder haben noch kein Gefühl für Zeit und Termine. Sie haben ein ganz anderes Zeitgefühl als wir Erwachsenen. Ihre Tage sind gefüllt aus Erlebnissen und Ereignissen, sie lassen sich leiten von Ihrem Lustgefühl. Ein Käfer der gerade vor Ihren Füßen krabbelt ist interessanter, als der Termin den Sie mit ihrem Kind erreichen müssen.  „5 min, 07 Uhr“ sind für junge Kinder eine abstrakte Größe, die sie nicht fassen können. Kinder fühlen sich nicht wohl, wenn sie gehetzt werden, sie lassen sich nicht so ohne weiteres beschleunigen. Etwa in dem Alter zwischen acht und zehn Jahren entwickelt sich allmählich ein Zeitverständnis, so wie wir Erwachsenen es haben.

Überprüfen Sie den Terminkalender von sich, von Ihrem Kind. Denken sie darüber nach ob wirklich alle Termine sein müssen und streichen sie konsequent. „Weniger ist oft mehr“, ist eine gute Orientierung beim Zeit verplanen mit festen und fixen Terminen. Kind er sind gestresst, wenn Sie einem durchorganisierten und verplanten Alltag unterworfen sind. Sie fühlen sich mit ihren Bedürfnissen nicht ausreichend berücksichtigt.

Kinder brauchen viel freie Zeit zum Spielen, um sich zu entfalten, Erlebtes zu verarbeiten und kreativ sein zu können. Freizeit bedeutet auch freie Zeit zu haben, nichts zu tun. Freuen Sie sich, wenn Ihr Kind Löcher in die Luft starrt, vor sich hin träumt. Oder auf der Wiese liegt und mit den Fingern in der Luft malt. Kinder mögen Eltern die nicht ständig „vernünftig“ daher kommen.

Geben Sie ihrem Kind mehr Zeit, beginnen Sie mit den Vorbereitungen zu einem festen Termin zeitiger. Wenn es wirklich mal schnell gehen muss, sagen Sie es ihrem Kind mit einfachen Worten warum es gerade notwendig ist, es wird Sie verstehen. Genießen Sie die entspannte Situation, wenn Sie in Familie zur geplanten Zeit außer Haus kommen.