Bücher zum stöbern

… für Kinder, mit Kindern

  • “ Die Olchis“ von Erhard Dietl,
  • „Erdbeerinchen Erdbeerfee“  von Stefanie Dahle
  • „Du spinnst wohl!“ eine außergewöhnliche Adventsgeschichte in 24 Kapiteln von Kai Pannen

… für Menschen die privat oder beruflich Kinder um sich haben

  • „Hirnzellen lieben Blinde Kuh“, was die Hirnforschung über starke Kinder weiß von Anette Prehn
  • „Die Wiederentdeckung der Kindheit“, wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen von Michael Winterhoff

… die habe ich gelesen, dabei gelacht, Neues erfahren und gestaunt

  • „Es ist nur eine Phase, Hase“, ein Trostbuch für Alterspubertierende von Jochen Gutsch
  • „Der Zopf“ von Laetitia Colombani
  • „Origin“ ein Thriller von Dan Brown
  • „Mit 50 Euro um die Welt“ von Christopher Schacht
  • „Ein Coffee to go in Togo“, ein Fahrrad, 26 Länder und jede Menge Kaffee von Markus Maria Weber

Denkanstöße

Liebe Eltern,

unter dem Beitrag Denkanstöße finden Sie ab sofort Beiträge welche mit der Kindheit und Erziehung sich beschäftigen. Sie sollen Sie anregen zum kritisch sein, zum schmunzeln oder auch zum nachdenken über Ihren eigenen Standpunkt.

In dem ersten Artikel geht es darum ob und wie wir unseren Kindern eigene Erfahrungen sammeln lassen. Sie, Frau Adriana Altarashat, hat dazu folgende Szene auf dem Spielplatz 2017 beobachtet:  Artikel.

Der zweite Artikel beschäftigt sich mit der Digitalisierung im Kindergarten sowie in der Schule. Ihr, Herr Ingo Leipner und Gerald Lembke, Statement aus 2015 lautet:“Eine Kindheit ohne Computer ist der beste Start ins digitale Zeitalter“ , lesen Sie dazu hier

Und noch ein interessanter Artikel „Erziehung: Völlig losgelöst“ von Ariane Breyer von 2017.

Hochbegabung bei Kindern erkennen und gut damit umgehen ist nicht so einfach, oft wird es nicht erkannt. Es gibt einige Eltern die sind davon überzeugt, dass Ihre Kinder hochbegabt sind jedoch trifft es oftmals nicht zu, es ist eher ein Wunschdenken. Kinder mit Hochbegabung entsprechen nicht der „Norm“, fühlen sich unterfordert und werden dadurch manchmal Verhaltensauffällig. Hier habe ich einen Link, der führt Sie zu einer Pädagogin die sich darauf spezialisiert hat, Sie als Kind, Sie als Eltern sehr gut versteht und Ihnen weiter helfen kann.

Schulanfang

Die Schultüte für Schulanfänger … heute etwas ganz normales

Die Anfänge dafür sind aus dem mitteldeutschen Raum überliefert. So gab es in Jena 1817 die Schultüte, in Dresden war es 1820 soweit und in Leipzig gab es die nachweislich 1836, aus Kassel ist es für das Jahr 1907 dokumentiert.

Lange Zeit wurde sie ausschließlich mit Sachen zum Naschen gefüllt, wie Nüsse, Bonbons, Obst, Kuchen, Kekse. Wenn das Geld knapp war wurde zuerst der untere Teil der Zuckertüte gefüllt mit Kartoffeln oder auch mal einen Holzschuh. Dann kamen die süßen Leckereien darauf.

Heute ist die Füllung etwas gemischter, da werden auch schon mal Schulutensilien rein getan oder Spielsachen. Süßigkeiten sind zum Glück immer noch dabei.

Warum wird eine Zuckertüte verschenkt? Um die Veränderung für das Kind zu würdigen. Schule ist etwas womit Ihr Kind in den nächsten Jahren viel Zeit verbringen wird.

Sie als Eltern von einem I-Dötzchen haben außer eine Schultüte zu besorgen Ihre Hausgaben gemacht, bestimmt …falls noch nicht hier ein paar Gedankenstützen

  • Sich mit Ihrem Kind freuen, dass es jetzt bald in die Schule gehen wird
  • Keinen Stress entwickeln wegen der Noten, Nachhilfeunterricht nicht in der Grundschule
  • solche Aussagen wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens …“ usw. unbedingt vermeiden
  • Für ausreichenden Schlaf sorgen
  • Ihrem Kind zuhören
  • Schulweg gemeinsam mit dem Kind erkunden, gern schon vor Schulbeginn
  • Grundschulkinder maximal 2 Nachmittage mit einem Hobby verplanen
  • Restliche Nachmittage soll es frei gestalten können – Toben, draußen spielen, auf dem Spielplatz rennen
  • Frei gestalten dazu gehört auch mal alleine zu spielen … Langeweile zu haben

 

 

BGB § 1626a – Elterliche Sorge bei nicht miteinander verheirateten Eltern

Wenn Sie nicht miteinander verheiratet sind und gemeinsame Kinder haben, liegt das alleinige Sorgerecht per Gesetz bei der Mutter.

Hier kann rasch gehandelt werden, indem Sie einen Antrag auf gemeinsame elterliche Sorge (Sorgerecht) stellen. Die Sorgeerklärungen von Mutter und Vater müssen öffentlich beurkundet werden, was zum Beispiel beim Jugendamt oder beim Notar erfolgen kann. Sie können auch schon vor der Geburt abgegeben werden.

Probleme können auftreten, wenn Sie sich als Eltern getrennt haben und die gemeinsame Sorgeerklärung noch nicht beantragt wurde.

Zu dem emotionalen Stress einer Trennung kommt hinzu, dass Sie bei wichtigen Entscheidungen, welche Ihr Kind betreffen, kein Mitspracherecht haben. Ihr Anspruch, sich weiter um das Kind zu kümmern, verloren haben an das alleinige Sorgerecht der Kindsmutter.

Seit Mai 2013 gibt es eine gesetzliche Änderung, die die Rechte der unverheirateten Väter stärkt, den Paragrafen 1626a des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)

Stellen Sie als Vater beim Familiengericht (Wohnort des Kindes) einen Antrag auf gemeinsame elterliche Sorge, so kann dieses auf beide Eltern gemeinsam übertragen werden. Auch ohne ausdrückliche Zustimmung der Kindsmutter.

Somit hebt das Familiengericht das alleinige Sorgerecht der Kindsmutter auf.

Entsprechende Anträge sind an keine Frist gekoppelt und können gestellt werden, solange das Kind minderjährig ist. Sie selbst können diese einreichen beim Familiengericht. Entsprechende Formulare finden Sie dazu im Internet, achten Sie auf das Aktualisierungsdatum.

Wenn Ihr Kind vor dem Mai 2013 geboren wurde, Sie der Vater sind und nicht mit der Kindsmutter verheiratet waren bzw. sind können Sie ebenfalls die gemeinsame elterliche Sorge für Ihr Kind beantragen. Auch wenn die elterliche Sorge vor 2013 schon mal entschieden wurde.

Gibt es Komplikationen bei der Zuerkennung des gemeinsamen Sorgerechts, sollten Sie sich fachkundig beraten lassen.

SGB VIII § 42 – Inobhutnahme

Mehrfach wurde ich in letzter Zeit gefragt: Ob das Jugendamt einfach so, ein Kind aus der Familie nehmen kann? Fachspezifisch spricht man dann von Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen.

Natürlich kann das Jugendamt nicht einfach so, es gibt ein Gesetz im Sozialgesetzbuch (SGB VIII Paragraph 42):

„Das Jugendamt ist berechtigt und verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen, wenn

  1. das Kind oder der Jugendliche um Obhut bittet oder
  2. eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen die Inobhutnahme erfordert“

Sowie enge gesetzliche Vorgaben, was dringende Gefahr für das Wohl des Kindes/Jugendlichen bedeutet.

Zu dringender Gefahr zählt vor allen Dingen, sexueller Missbrauch, körperliche Gewalt, Verwahrlosung. Die Aufzählung ist nicht vollständig.

Außerhalb dieser Gründe kann es trotzdem passieren, dass es zu einer Inobhutnahme des Kindes kam, hier empfehle ich den Eltern folgendes:

  • Der Inobhutnahme zwingend, möglichst sofort zu widersprechen, ein Elternteil ist ausreichend, der Antrag ist formlos
  • Sich rasch an das zuständige Familiengericht (Wohnort des Kindes) zu wenden
  • Rechtsbeistand, Fachanwälte in Sachen Familienrecht zu besorgen und aktiv mitarbeiten
  • Regelmäßigen Kontakt mit dem eigenen Kind zu beantragen, wichtig gerade bei sehr kleinen Kindern um einer Entfremdung entgegen zu wirken
  • Maßnahmen in Anspruch zu nehmen, wie Familienberatung, Familienbeistand, Suchtberatung, Hilfen zur Erziehung etc.
  • Sich Hilfe zu besorgen im Umfeld Ihres Bekannten- und Verwandtenkreises
  • auch wenn die engen gesetzlichen Voraussetzungen von Inobhutnahmen in Ihren Fall sich als nicht notwendig ergeben haben im Nachgang, überdenken Sie in Ruhe Ihre momentane Situation

Die Trennung von Kind und Eltern sollte als letztes zur Verfügung stehendes Mittel eingesetzt werden.

 

Babys tragen

Mit der freundlichen Erlaubnis von Herrn Dr. Renz – Polster möchte ich Ihnen diesen Beitrag  „Tragen: Ist das gut für ein Kind“ zur Verfügung stellen. Vielleicht befinden Sie sich gerade in einer Phase, wo Sie überlegen, wie und was passiert eigentlich wenn ich mein Baby ganz nah am Körper tragen möchte. In diesem Beitrag werden viele Aspekte betrachtet, z.B. orthopädisch, evolutionär, sinnlich. Viel Spaß beim lesen.

Spielplätze beliebt, schön, einen Tagesausflug wert, nah und fern

Start-up „Räubersachen“

 

Ich stelle Ihnen ein Start-up vor, welches mir gut gefallen hat. Es wurde die Idee aufgegriffen etwas für die Umwelt zu tun. Dabei entwickelte sich eine Geschäftsidee welches Baby- und Kleinkindersachen zum mieten anbietet. Lesen Sie selbst, hier geht es zum Link: https://www.raeubersachen.de/

Auch im Jahr 2018 wurden Start-up prämiert. Wenn Sie näheres dazu erfahren möchten, welche und aus welchen Bundesländern sie kommen, lesen Sie hier weiter. https://www.fuer-gruender.de/blog/2018/10/kfw-award-gruenden-gewinner-2018/

Vorlesen/Lesen mit und für Kinder

Vorlesen, Bilder entdecken, Geschichten ausdenken ist eine wunderbare Familienzeit

Geschichten lesen, sich Geschichten ausdenken und frei erzählen, die Bilder eines Buches betrachten. Dabei auf dem Lieblingsplatz kuschelnd beieinander sein, das ist Nähe und Geborgenheit pur.

Bei der Auswahl der Bücher, seien Sie mutig, lassen Sie sich inspirieren … von ihren Kindern. Wenn Sie so ein Gefühl dafür bekommen wollen, welche Bücher Ihre Kinder anspricht, gehen Sie in eine Kinderbibliothek  (0 bis 12 Jahre). Etwas Zeit mitbringen und auf geht’s zum Stöbern.

Seien Sie aufmerksam, wie ihr Kind/Kinder auf die Bücher reagieren. Mal zeigt es Interesse an den Bildern, mal findet es Gefallen an dem was sie auszugsweise vorlesen. Einfach ausprobieren. Nicht traurig sein, wenn Ihr Kind kein Interesse zeigt an Büchern die Ihnen Ihre beste Freundin empfohlen hat oder die als pädagogisch besonders wertvoll gelten. Das ist einfach so.

Denken Sie daran was Ihnen gefallen hat an Büchern als Sie Kind waren. Versuchen Sie es mit diesen, Sie merken recht schnell ob Ihr Kind es mag oder kein Interesse hat.

Sich selber Geschichten ausdenken, dazu kann jeder Gegenstand genommen werden. Eine Blume am Wegesrand, das Lieblingskuscheltier, oder zwei Spinnen wie ich es erlebt hatte vor vielen Jahren mit meiner Nichte: „Der Tag war lang, wir langen abends auf dem Bett ganz nah bei einander. Die Wärme meiner Nichte gab mir die Ruhe zurück, die mir am Tage verloren gegangen war. Ihre kleinen Finger gingen auf und ab und plötzlich zeigte sie auf etwas. Oh was war das? Ich schaute und sie lachte, weil ich meine Augen weit aufmachte und mit meinen Händen ein Fernglas formte um besser sehen zu können. Mh… endlich hatte ich es entdeckt, dort saßen zwei Spinnen, sie liefen aufgeregt hin und her. Ich begann unsere Fantasiegeschichte zu erzählen.“

Freuen Sie sich wenn es Ihnen, Verwandten oder Bekannten aus der Familie gelingt, Ihrem Kind Bücher, Bilder, Fantasie

näher zu bringen. Genießen Sie die gemeinsame Zeit.

Ein paar Empfehlungen für die Erwachsenen:

  • Erwachsene lassen sich nicht stören (z.B. kein Telefonate, keine Gespräche mit dem Partner)
  • Nur Ihr und Euer Kind, dass Ihr Kind spürt es wird ernst genommen – ich bin wichtig –
  • Lesen als Ritual, z.B. die Gute Nacht Geschichte am Abend
  • Beim Vorlesen oder erzählen der Geschichte mit der eignen Stimme spielen, sie klanglich verändern, rhythmisch und betont sprechen
  • die Bücherempfehlungen „Mädchenbücher“, „Jungenbücher“ ignorieren, gelesen wird was gefällt
  • das Vorlesen nicht an Bedingungen knüpfen

Was kann ich vom Kind erwarten:

  • Kinder bis etwa 2 Jahre, kurze Vorlesezeit ca. 5 bis 10 min, das Zuhören entwickelt sich erst nach und nach
  • Es gibt geduldige Kinder die von Anfang an zuhören, es gibt Kinder die nach kurzer Zeit des Zuhören weglaufen, herum springen und dann zum Buch zurück kehren und es kann weiter vorgelesen werden

Der wissenschaftliche Aspekt:

  • Anregung von Phantasie und Kreativität
  • Förderung der sozial-kommunikativen, sprachlichen und geistigen Fähigkeiten

Kinder und Zeit

Ein kleiner Einblick warum Kinder und Erwachsene die Zeit  unterschiedlich empfinden

Die Szene morgens; „in 5 Minuten müssen wir los, wir müssen 7 Uhr in der Kita sein, sind eh schon spät dran“ kennt wahrscheinlich Jeder, der Mama oder Papa ist, und mit kleinen Kindern zusammen lebt. Ihre Kleinen werden deswegen nicht schneller, sondern trödeln noch mehr, nörgeln oder zeigen Reaktionen, die unverständlich wirken. Eltern stellen sich manchmal die Frage ob Ihr Kind das absichtlich macht.

Die Antwort ist Nein.

Was steckt dahinter? Kinder haben noch kein Gefühl für Zeit und Termine. Sie haben ein ganz anderes Zeitgefühl als wir Erwachsenen. Ihre Tage sind gefüllt aus Erlebnissen und Ereignissen, sie lassen sich leiten von Ihrem Lustgefühl. Ein Käfer der gerade vor Ihren Füßen krabbelt ist interessanter, als der Termin den Sie mit ihrem Kind erreichen müssen.  „5 min, 07 Uhr“ sind für junge Kinder eine abstrakte Größe, die sie nicht fassen können. Kinder fühlen sich nicht wohl, wenn sie gehetzt werden, sie lassen sich nicht so ohne weiteres beschleunigen. Etwa in dem Alter zwischen acht und zehn Jahren entwickelt sich allmählich ein Zeitverständnis, so wie wir Erwachsenen es haben.

Überprüfen Sie den Terminkalender von sich, von Ihrem Kind. Denken sie darüber nach ob wirklich alle Termine sein müssen und streichen sie konsequent. „Weniger ist oft mehr“, ist eine gute Orientierung beim Zeit verplanen mit festen und fixen Terminen. Wie sagte schon Kurt Tucholsky „Ein voller Terminkalender ist noch kein erfülltes Leben“. Kinder sind gestresst, wenn Sie einem durchorganisierten und verplanten Alltag unterworfen sind. Sie fühlen sich mit ihren Bedürfnissen nicht ausreichend berücksichtigt.

Kinder brauchen viel freie Zeit zum Spielen, um sich zu entfalten, Erlebtes zu verarbeiten und kreativ sein zu können. Freizeit bedeutet auch freie Zeit zu haben, nichts zu tun. Freuen Sie sich, wenn Ihr Kind Löcher in die Luft starrt, vor sich hin träumt. Oder auf der Wiese liegt und mit den Fingern in der Luft malt. Kinder mögen Eltern die nicht ständig „vernünftig“ daher kommen.

Geben Sie ihrem Kind mehr Zeit, beginnen Sie mit den Vorbereitungen zu einem festen Termin zeitiger. Wenn es wirklich mal schnell gehen muss, sagen Sie es ihrem Kind mit einfachen Worten warum es gerade notwendig ist, es wird Sie verstehen. Genießen Sie die entspannte Situation, wenn Sie in Familie zur geplanten Zeit außer Haus kommen.