Der Schlaf des Babys

Neugeborene kennen weder einen Tages-Nacht-Rhythmus noch verlässliche Bettzeiten. Schlaf und Wachphasen wechseln sich rasch ab. Für Babys ist das ein Lernprozess mehrere Stunden am Stück zu schlafen, die Schlafenszeit auf die Nacht zu verlegen, selbst wieder einzuschlafen. Dieser Prozess geht mit der Hirnreifung einher und wie das immer so ist, der Prozess ist sehr individuell. Manche Babys lernen es quasi allein, andere Babys brauchen eine liebevolle Unterstützung beim selbst wieder einschlafen.

 

Wissenschaftliche Aspekte zum Schlaf des Babys

Über den Tag verteilt können Babys zwischen 10 und 20 Stunden schlafen*. Bis zum Schulbeginn haben Kinder mehr Zeit mit schlafen als mit wachen Zeiten verbracht. Der individuelle Schlafbedarf ist jedoch eine relativ stabile Größe, die genetisch vorgegeben ist und nicht verändert werden kann*. Deshalb gibt es keine Regel, wie viel Schlaf ein Kind in einem bestimmten Alter braucht. (*Prof. Dr. med. Oskar Jenni, Leiter der Entwicklungspädiatrie Kinderhospital Zürich)

Das Schlaf wichtig ist erklären die Schlafforscher Tononi und Cirelli von der Universität von Wisconsin so: „Im Schlaf werden die Informationen des Tages verarbeitet. Das Gehirn ist in der Lage Informationen zu filtern, so bleibt erlerntes im Gedächtnis und unwichtiges verschwindet.“

 

Was gibt es für Gründe warum der Nachtschlaf so problematisch sein kann?

Frisch gebackene Eltern machen in den ersten Monaten die Erfahrung, dass mit Babys die Nächte oft unruhig sind. Wenn es zu viele Nächte gibt, wo Ihr Baby nachts aufwacht und weint, machen Sie sich Gedanken. Das ist auch gut so, denn kleine Veränderungen können positives bewirken. Das Wissen warum Babys so sein können bringt auch eine gewisse Erleichterung.

Es ist möglich, dass Ihr Baby krank ist. Hier hilft nur eins, nehmen Sie es zu sich, wiegen Sie es, tragen Sie es. Geben Sie Ihm körperliche Nähe und Sicherheit, lassen Sie es medizinisch abklären. Die Zeit wo ein Baby krank ist, ist stressig und hat einen eigenen Rhythmus. Jedoch das gute ist, nach einer gewissen Zeit ist es vorbei. Auch wenn die ersten Zähnchen kommen, gibt es manche unruhige Nacht und da hilft nur eins für das Baby da sein.

Manchmal haben Babys nachts schon wunderbar geschlafen und auf einmal sind sie viel wach und weinen oft. Mögliche Gründe können sein:

  • es ist durstig
  • dem Baby ist es zu warm oder zu kalt
  • Umgebung und Geräusche
  • Umzug
  • die Entwicklungen die es durchlebt, zum Beispiel sich selber hochziehen und stehen
  • Veränderungen im Tagesablauf, weil Ihr Kleines zur Tagesmutter gebracht wird oder Sie im Urlaub waren.
  • die Überschätzung des Schlafbedarfs

Wie habe ich mein Baby begleitet beim einschlafen?

  • Dein Kind weint, weil es wach ist, jedoch nicht wach sein will, es will weiter schlafen.
  • Das Problem ist, dass es noch nicht gelernt hat, wieder alleine einzuschlafen.
  • Dein Baby kann in den ersten Wochen und Monaten nur das lernen, was es von dir beigebracht bekommt.
  • Wenn es tragen gewöhnt ist bis es schläft oder ständiges schuckeln bis die Augen zu fallen … dann ist es für dein Baby die einzige bekannte Möglichkeit selbständig in den Schlaf zu finden.
  • auf längere Zeit können sich da nachts viele Minuten zu Stunden ansammeln was einem angenehmen Schlaf für Baby und Eltern nicht gut tut
  • Zum Glück muss das nicht so bleiben, es gibt Hilfe durch eine qualifizierte und seriöse Schlafberatung.
  • Mit Geduld, Liebe, Aufmerksamkeit, Wärme und einer positiven Grundeinstellung kannst du dein Baby begleiten auf den Weg selbständig einzuschlafen.