Entwicklungsphasen des Kindes

Baby: Geburt bis etwa 24 Monate

Nach der Geburt schläft es in den ersten Wochen und Monaten viel. Wenn es wach ist, nehmen Sie sich die Zeit um zu bemerken was Ihr Kleines alles macht und kann.

  • Es kommuniziert, ist neugierig,
  • nimmt schnell an seiner unmittelbaren Umwelt Anteil
  • Sie werden viele Reaktionen erleben z.B. blinzeln, greifen, wedeln, der Mund und die Zunge bewegen sich mit, wenn Sie sich eine Tasse zum Mund führen, wenn es Ihre Stimme hört wird es sich Ihnen zuwenden, hört es eine fremde Stimme schaut das Baby auch erst mal abwartend
  • Signale sendet Ihr Baby aus, es lächelt, Sie lächeln und umgekehrt
  • es probiert sich in verschiedenen Tonlagen aus, brabbelt, jauchst, lacht, gluckst
  • Sie werden bald feststellen, dass Ihr Kleines in unterschiedlichen Tonlagen weint
  • und Sie werden heraus finden, wie sich das Weinen anhört wenn es wirklich etwas hat z.B. Hunger, Durst, Schmerzen

In dem sich Ihr Kind seiner motorischen Fähigkeiten allmählich bewusst wird, es krabbelt, kriecht, greift, sich dreht, bis hin zum hochziehen, Aufstehen und die ersten Schritte wagen, löst es sich von nahen Bezugspersonen. Es erforscht die Nahwelt, dadurch erwirbt es Selbstbewusstsein. Umso mehr es sich seinen Fähigkeiten bewusst ist, umso eigenständiger handelt es. Unterstützen Sie Ihr Kleines bei seinem eigenständigen handeln, und seien Sie gelassen über dieses oder jene Chaos, was sich eventuell ergibt.

Kann ich die Entwicklung meines Kindes fördern?

Diese Frage stellen sich viele Eltern und sie ist einfach zu beantworten.

  • Kinder kommen mit einem individuellen Entwicklungstempo auf die Welt. Jedes Kind nimmt sich die Entwicklungszeit die es braucht. Sie ist erzieherisch kaum zu beeinflussen.
  • Vergleichen Sie Ihr Kind nur mit sich selbst.
  • Begleiten Sie Ihr Kind bei seinem Rhythmus, damit es erfährt, dass es so angenommen ist, wie es ist.
  • Nur wenn das Kind sich in der Beziehung gebunden fühlt, wenn es aufgehoben ist, entwickelt es sich.
  • Respektiert man dieses nicht, als Eltern, und greift massiv in die Entwicklung seine Kindes ein, nimmt ihr Kind Schaden. Es wird schnell aus der Bahn geworfen und es reagiert mit Blockaden oder Widerstand.

Unterstützen Sie Ihr Kind, damit sich Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen gut entwickeln können. Respektieren und achten Sie es, reagieren Sie sensibel auf die Bedürfnisse des Kindes. Lassen Sie viel Körperkontakt und Nähe zu.

Wutanfälle im Trotzalter, wie gehe ich als Eltern damit um?

Am besten gelassen, denn Sie können nichts tun. In diesen Momenten können Sie sich ins Gedächtnis rufen, dass Ihr Kind sich nicht gegen Sie persönlich richtet und dieser Wutanfall nicht mit Absicht passiert.

Ihr Kind befindet sich in einem Alter wo es vieles ausprobiert, entdeckt und erkundet. Dabei kommt immer mal wieder zu Situationen, wo es sich selbst überschätzt in seinem Können und daher ständig scheitert. Oder ihr Kind möchte etwas, jedoch bekommt es das nicht. All das sind Ihnen bekannte Situationen und oft reichen Worte, Gesten, Berührungen um ihr Kind zu beruhigen.

Ab und zu reicht das nicht aus und ihr Kind explodiert, es verliert jeglichen Bezug zur Realität, es schreit, strampelt, schlägt um sich. In dieser Situation brauchen Sie ihr Kind weder mit Worten beruhigen, noch es liebevoll in den Arm nehmen oder gar selber laut herum schreien und mit Strafen drohen. In dieser kurzen Phase wo Ihr Kind total ausrastet ist es für nichts empfänglich.

Warten Sie ab bis sich ihr Kind von selbst beruhigt hat. Es fühlt sich erleichtert und möchte jetzt gern mit Mama oder Papa kuscheln. Ein schlechtes Gewissen hat es nicht, weil es kaum eine Erinnerung an den Wutanfall hat.

Ja kuscheln Sie mit Ihrem Kind, denn es braucht dieses Gefühl dass die Eltern sie nach wie vor mögen. Ersparen Sie ihrem Kind Strafen oder ein besprechen des Wutanfalls, schieben Sie es nicht einfach ab.

Es gibt immer mal wieder Situationen wie eben die Wutanfälle in der Trotzphase, wo Kinder und Eltern an Ihre Grenzen stoßen, das ist normal. Lernen Sie gemeinsam mit dieser Situation umzugehen.

Ab und an erzählen Eltern davon das Ihre Kinder keine Wutanfälle hatten und die sogenannte Trotzphase ganz unbemerkt ab lief. Auch das ist eine ganz normale Entwicklung.